
N-Gage endlich startklar: Der Handyhersteller Nokia hat die Testphase seines N-Gage-Services erfolgreich beendet. Ab sofort steht das Angebot allen Besitzern der Nokia-Mobiltelefone N81, N82 und N95 offen. Als Spiele-Partner dient u.a. Electronic Arts, der Publisher-Riese hat N-Gage-Versionen von “FIFA 08” und “Die Sims” im Katalog. Auch der Handy-Spiele-Primus Gamloft mischt bei N-Gage kräftig mit. Der Dienst soll regelmäßig durch neue Spiele, Funktionen und passende Geräte erweitert werden, der Preis für die Handy-Spiele liegt voraussichtlich zwischen sechs und zehn Euro. Alle Spiele können vor dem Kauf gratis ausprobiert werden. Hintergrund: Die N-Gage-Plattform hatte sich monatelang verzögert, weil erste angebotene Spiele bei den Kunden nicht ankamen. Tausende Freiweillige hätten Nokia dann aber während der achtwöchigen Pilotphase mit Verbesserungsvorschlägen unterstützt.

Weißblaue Geschichten: Vier Tage wird auf der Munich Gaming über das Zocken diskutiert und informiert. Vielspieler Anatol Locker berichtet, lästert und kommentiert auf ORF.at vom Dialog der Medien- und Gamesbranche in München.
Viel Lärm um nichts wenig: Die Zahl der Computer- und Videospieler, die sich mit Online-Spielen beschäftigen, ist geringer als ursprünglich erwartet. Dies bestätigt der aktuelle Bericht “Online Gaming 2008” des Marktforschungsunternehmens NPD Group, der das Nutzungsverhalten der US-Bürger in Bezug auf Computer- und Videospiele untersucht hat. Demnach geben mittlerweile rund 72% der Amerikaner an, dass sie sich in ihrer Freizeit mit Videospielen beschäftigen - ein Plus von 9% im Vergleich zum Vorjahr. Gleichzeitig bestätigen aber nur 42% der Gamer, dass sie ihr Hobby auch online betreiben. Verglichen mit den Werten von 2006 zeigt sich, dass der Zuwachs hier mit 2% nur minimal ausgefallen ist. Auffallend ist zudem, dass in Bezug auf Online-Spiele der PC weiterhin klar vor den Videospielkonsolen liegt. So gaben rund 90% der US-amerikanischen Online-Gamer an, dies über einen PC zu tun. Lediglich 19% nutzen dem Bericht zufolge eine Konsole für ihre Online-Spiele und weitere rund 3% ein Handy. Trotz des großen Rummels, den die Industrie rund um das Thema Online-Spiele betreibe, sei dieses Segment im Vergleich mit dem Offline-Bereich noch relativ klein, so Anita Frazier, Analystin der NPD Group (via derStandard.at).
“Social Gaming“: Die Erfolgswelle sozialer Netzwerke wie Facebook und MySpace hat eine völlig neue Form von Spielen an Land gespült: das “Social Gaming” (bartlspielt vom 24. Oktober 2007). Die Spielart bringt soziale Aspekte aus den Online-Communitys mit jenen der Casual Games unter einen Hut, für die Spiele für Jedermann sind sofortiger Spielspaß, einfache Zugänglichkeit und übersichtliche Spieldauer charakteristisch. Der Computerspielbranche beschert das “Social Gaming” eine größere Zielgruppe: So beschäftigen sich jetzt auch solche Community-Nutzer mit Spielen, die vorwiegend online mit Freunden kommunizieren wollen und vorher nie an derartigen Angeboten interessiert gewesen wären. “Social Gaming erlaubt mir, mit meinen Freunden in Kontakt zu bleiben, und das alles durch ein simples Spiel”, sagt Marcus Segal, bekennender Social Gamer, gegenüber der US-Zeitung San Francisco Chronicle . Der Unterschied zu klassischen Casual Games liege vor allem darin, dass es bei der von ihm bevorzugten Variante nicht darum gehe, sich online mit Fremden zu messen. “User, die innerhalb eines sozialen Netzwerks spielen, treten dabei nicht gegen völlig unbekannte Personen an, sondern gegen ihre Freunde”, so Segal. Für Nutzer sei dies ein wichtiger Punkt. “Eigentlich habe ich mit Online-Games keine gute Erfahrung. So machen sich Gegenspieler häufig einfach aus dem Staub, wenn sie merken, dass sie unterlegen sind. Die Wahrscheinlichkeit, dass so etwas beim Spielen mit einem mir bekannten Menschen passiert, ist da wesentlich geringer” (via pressetext).

GTA IV at Home: Laut dem englische Spielemagazin “PSW” soll die PlayStation3-Version von GTA IV eng mit der virtuellen 3-D-Welt Playstation Home vernetzt sein. Nutzer könnten ihr Alter Ego in “Home” mit exklusiven Rockstar-Klamotten einkleiden oder das “Home”-Appartment mittels Spiel-Trophäen aufpeppen. Auch eine GTA IV-Party soll möglich sein: Man lädt ein paar Freunde in sein virtuelles Zuhause ein und hört mit ihnen Musik bzw. schaut sich Videos aus GTA IV an (via cynamite.de). Laut Susan Panico, Senior Director PlayStation Network, soll die öffentliche Betaphase von Playstation Home sehr bald starten.
Super, Mario! Im Leipziger Panometer hat der IDG-Verlag die Game Stars 2007 verliehen, den Publikumspreis der Leser der Zeitschriften GameStar und GamePro. 12.500 Teilnehmer haben gewählt, hier sind die besten Spiele des Jahres.
Hass, Hass, Hass: Der britische “Times“-Autor Giles Whittell über Videospiele:
“Ich hasse Videospiele, online oder offline. Ich hasse die Art, wie sie reale Menschen in falsche Welten saugen und über Jahrzehnte festhalten. Ich hasse es, so hasserfüllt zu sein, das sagen zu müssen und ich hasse es, gesagt zu bekommen, erst eintauchen zu müssen, bevor ich urteile, denn es fühlt sich genau so an, als würde man mich dazu auffordern, mich in Heroinkonsum oder Teenager-Schwangerschaften selber einzuleben. [...] Das liegt nicht daran, dass irgend etwas falsch ist, mit Videospielen oder Heroin oder Teenager-Eltern. Es ist nicht einmal, weil Spiele zu Morden anregen oder weil kleine Mädchen sich von Perversen online umgarnen lassen - das sind ernste Probleme mit statistisch niedrigem Risiko. Es ist vielmehr, weil - verglichen mit allen andere Dingen im Leben eines Kindes - Videospiele und Heroin und jugendliche Schwangerschaften eine kollossale Verschwendung von Zeit sind.
Bla Bla Bla: Tim Bruns von OniPepper war zu Gast in der Blogsprechstunde der Blogpiloten in Zusammenarbeit mit politik-digital. Er sprach er über den kulturellen Wert von Videogames, den tobenden Kampf zwischen PC und Konsolen und das beste Videogame aller Zeiten. Hier das Protokoll.
Konsolen vor dem Aussterben! Sandy Duncan, ehemaliger Xbox-Chef, prophezeit Videospielkonsolen eine düstere Zukunft. Seiner Meinung nach werden in spätestens zehn Jahren sämtliche Konsolen ausgestorben sein. Er behauptet, die fortschreitende Entwicklung des Internets werde Medien immer mehr verschmelzen. Dazu zählt Duncan genauso Filme, wie Spiele. Wenn es nach ihm geht, wird der Spieler der Zukunft Games komplett als Download Content kaufen und spielen. Ohne zusätzliche Hardware, wie eine Videospielkonsole. Duncan begründet das damit, dass die Industrie hauptsächlich von der Entwicklung neuer Technologien gesteuert werden würde (via Chip Online).
Blu-ray, nicht überlebensfähig! Gerade erst haben sich die Blu-ray-Discs im Kampf gegen HD DVDs durchgesetzt, da könnte dem Format der baldige Exitus bevorstehen. Das jedenfalls meint Laurie Fincham, Chefwissenschaftler beim Zertifizierungsunternehmen THX. Derzeit würden die meisten Konsumenten noch normale DVD-Geräte besitzen, und bis sich Blu Ray auf dem Massenmarkt durchsetzen könne, werde es längst Flashspeicher mit Kapazitäten von bis zu 128 GByte geben. Für die Filmindustrie wäre es wesentlich kostengünstiger, Filme direkt zum Download anzubieten, und Konsumenten könnten vier oder fünf Videos einfach auf dem USB-Stick in der Hosentasche bei sich tragen. Ähnlich denkt man auch bei Microsoft: Nachdem der Konzern lange das HD-DVD-Lager unterstützt hatte, will er sich nun nicht mehr ausdrücklich für ein Speichermedium aussprechen. Laut Aaron Greenberg, Produkt-Manager für die Xbox 360, habe Microsoft keine Pläne mehr, ein Blu-ray-Laufwerk für die Xbox zu produzieren. Wer HD-Filme wolle, bekäme die aber per Download über den Xbox-Live-Onlinedienst (via Spiegel Online).

Die Männer spielen verrückt: Onipepper präsentiert die ultimative Jade-Raymond-Galerie!
Das Video der Woche: Die Ampeln für Sony´s Straßenfeger “Gran Turismo 5 Prologue” stehen auf grün. Hier ein leckerer Trailer: