Der Suchmaschinen-Primus Google hat einen neuen Internet-Dienst gestartet, bei dem man sich in dreidimensionalen Räumen bewegen kann. Die Nutzer von “Lively” (Foto) wählen einen Avatar, also einen virtuellen Stellvertreter, mit dem sie unterschiedliche Räume besuchen und sich dort mit anderen austauschen können. Zum 3-D-Chat kommt man über Firefox oder Internet Explorer, die zuvor mit einer Zusatzsoftware aufgefrischt werden. Die Betreiber der “Lively”-Räume (Screenshot) können ihre kleine 3-D-Welt auch in die eigene Webseite oder in Communitys wie Facebook einbauen.

“Wir wissen, dass die Leute bereits viel Zeit mit Online-Bekanntschaften zubringen”, so die an der Entwicklung von “Lively” beteiligte Google-Managerin Niniane Wang. “Wir wollten nur versuchen, das etwas vergnüglicher zu gestalten.” Es sei nicht geplant, Werbung in den “Lively”-Räumen zu platzieren, sagt Wang.


“Lively”-Nutzer können Freunde und Bekannte einladen, in ihren virtuellen Wohnungen zu chatten und mit ihren Avataren wie in einem Computerspiel zu interagieren. Zu den Einrichtungsmöglichkeiten gehört ein Fernseher, mit dem YouTube-Filme abgespielt werden können (via googlewatchblog.de).
Google hat nun mit “Google Earth” und “Lively” zwei 3-D-Welten am Start, die langfristig zusammenwachsen könnten. Auch der Kommunikationdienst “Google Talk” wird aufgewertet, weil dessen Technologie die Grundlage für den 3-D-Chat ist. Außerdem hat “Lively” gegenüber “Second Life” einen entscheidenden Vorteil: Es ist kompatibel zum Rest des Internets. Zuletzt war die Begeisterung für die 3-D-Welten abgekühlt, das Engagement von Google könnte das Feuer neu entfachen.
Das “Lively”-Video:
Mehr zu 3-D-Welten wie Twinity, Playstation Home und Second Life gibt es hier bei “bartlspielt.de “.