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Kurz angespielt: Deutschland ist Europameister, Talfahrt in den USA

geschrieben am 18. August 2009 | in: kurz angespielt

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Deutschland ist Europameister! Laut den Marktforschern von Media Control GfK International hat Deutschland Großbritannien als größten Markt für Computerspiele in Europa abgelöst und ist die neue Nummer eins im europäischen Vergleich. Während die Verkaufszahlen hierzulande im ersten Halbjahr 2009 auf konstant hohem Niveau blieben, gingen die Softwareverkäufe in Großbritannien um rund 20% im Vergleich zum Vorjahr zurück. “Die Einbußen hängen besonders mit dem Fehlen neu veröffentlichter Blockbuster-Games in Großbritannien zusammen”, sagt Tanja Eisen, Director Multimedia bei Media Control . Die höchsten Zuwächse im Ländervergleich konnte Portugal erzielen: Um 16% wuchs dort die Menge der verkauften Spiele zum Vorjahr und die Umsätze legten 11% zu. Zu den beliebtesten Spielen gehörte europaweit NintendosWii Fit” - kein Spiel ging den Angaben zufolge seit Jahresbeginn in Deutschland, Großbritannien und Österreich öfter über die Ladentheke.

Deutschland ist immer noch PC-Land! Die Marktforscher von TNS Nipo haben gemeinsam mit Newzoo Europas Gamer unter die Lupe genommen - insgesamt seien13.000 Bürger aller Altersgruppen in Großbritannien, Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, Belgien und den USA befragt worden. Hauptergebnis der Untersuchung, die auf der GDC Europe präsentiert wurde: Games sind längst Mainstream-Unterhaltung, in keinem der untersuchten Märkte rutschte der Anteil der spielenden Bevölkerung an der Gesamtheit unter 60%. Wenig überraschend: In Großbritannien und der USA stehen Konsolen hoch im Kurs - 55% bzw. 58% der Bevölkerung hocken vor derselbigen, der PC spielt nur die zweite Geige. Ein komplett anderes Bild ergibt sich in Deutschland: Hier fahren 45% der Bevölkerung den PC zum Spielen hoch - auf solch einen Wert kommt kein anderes Land in Europa, Konsolen schalten 36% aller Deutschen an. Handheld-Land in Europa ist Belgien (via gamesmarkt).

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Wahl-Werbung: Die Piratenpartei geht mit dem Thema “Killerspiele” auf Wählerfang. So können sich Gamer fortan “Spraylogos” installieren, die sie dann in Online-Spielen  wie Team Fortress 2, Left 4 Dead und Counter-Strike an die Wände sprühen, um andere Spieler darauf aufmerksam zu machen (via golem.de).

Die Talfahrt geht weiter: Der US-Videospielemarkt sucht weiter nach einem Boden - im Juli gingen die Erlöse um satte 29% gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 848,9 Mio Dollar zurück. Das fünfte Minus in Folge. Der Softwareverkauf gab um 26% nach, der Hardwaremarkt brach gar um37% gegenüber Vorjahr ein. Wie im Juni fielen die Zahlen schlechter aus als von den Analysten erwartet (bartlspielt vom 17. Juli 2009). In der Konsolenhitparade führt Nintendo mit dem DS und der Wii, die sich allerdings im Juli nur noch rund 250.000 Mal verkaufte - ein Minus von 300.000 gegenüber dem Juli 2008. Gut behaupten konnte sich die Xbox 360, die sich mit rund 200.000 verkauften Exemplaren auf Vorjahresnivau bewegt. Sonys PS3 trugen nur rund 120.000 Spieler zur Kasse, im Vorjahr waren es noch 225.000. Die PS2 kommt immer noch auf über 100.000 Verkaufte. Die Nr.1 der Softwarecharts ist im Juli “Wii Sports Resort” mit über 500.000 verkauften Exemplaren.

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Erfolgreicher Start für “Einer gegen Hundert” (Foto oben): Laut Microsoft haben bisher 2,5 Mio Xbox-360-Besitzer die kostenlose interaktive Quizshow heruntergeladen. Auch die Besucherzahlen können sich sehen lassen: Täglich spielten bis zu 200.000 Spieler bei “Einer gegen Hundert” mit  und stellten ihr Wissen unter Beweis. Den bisherige Bestwert mit 230.000 Spielern an einem Tag konnte Microsoft in den USA erzielen, in Europa lag der höchste Wert bei 215.000 Quiz-Freunden (via gamezone.de). Ebenfalls gut aus den Startlöchern gekommen, ist VidZone, Sonys Musikvideodienst für die PS3: Hier hätten Spieler rund zwei Monate nach dem Launch bereits 100 Mio Musikvideos angeguckt, der kostenlose Dienst selbst sei 1 Mio Mal heruntergeladen worden (via gamepro.de).

Daumen hoch für Activision Blizzard: Für den Spieleriesen (”WoW“, “Guitar Hero“) lief das zweite Quartal besser als erwartet - der Umsatz lag bei über 1 Mrd Dollar, der Gewinn bei 195 Mio Dollar (via 4players.de). Daumen runter für Electronic Arts: Das Unternehmen verbuchte im zurückliegenden Quartal 644 Mio Dollar Umsatz - ein Minus von rund 20%, der Fehlbetrag wuchs um mehr als das doppelte auf 234 Mio Dollar (via gamesmarkt.de).

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Verrrückte Controller: Nintendo hat wohl an den Spruch “Alles Glück dieser Erde liegt auf dem Rücken der Pferde” gedacht und sich einen Reit-Controller für den virtuellen Reitsport patentieren lassen. Dabei nimmt der Wii-Spieler auf einem aufblasbaren Kissen Platz, mit dem sich neben Pferden auch Drachen, Einhörner, Kamele und Wale steuern lassen. Die Wiimote steckt vorne in dem “Sattel”, den Nunchuck kann der Reitfreund als Zügel für die Pferde oder aber auch als Lasso verwenden (via gamona.de). Achja, offenbar kann man mit Hilfe eines Wii-Pedal-Controllers auch bald Fahrradfahren (via onipepper.de).

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