
Eine goldene Nase hat sich die Videospiele-Industrie in den vergangenen Jahren mit Musikspielen wie “Guitar Hero” und “Rock Band“ verdient. Auch die angezählte Musikindustrie durfte sich über die zusätzliche Einnahmequelle freuen. Doch in diesem Jahr ist das Musikspielefieber offenbar zurückgegangen, das Mrd-Geschäft drastisch geschrumpft: Laut den Marktforschern der NPD Group lag der Umsatz in den ersten sieben Monaten bei rund 450 Mio. Dollar – das sind satte 50 % weniger als im Vorjahr. Der Schwund hat nicht nur mit der Wirtschaftskrise zu tun. Die Spielemacher haben Schlag auf Schlag Neuauflagen auf den Markt geworfen, oft mit wenig Mehrwert. Dazu hat sich die Spielergemeinde inzwischen mit teuren Gitarren- oder Schlagzeug-Controllern eingedeckt, kauft also nur noch die Software. Dass das Jahr für die Musikspiele nicht vollkommen in die Hose geht, dafür soll u.a. die spektakuläre Neuerscheinung “The Beatles: Rock Band“ (Viacom) sorgen. Für das Spiel haben die Macher Controller entworfen, die den Instrumenten der Beatles nachempfunden sind. Auch Fans von Metallica und Aerosmith konnten sich bereits über spezielle Musikspieltitel freuen. Activision Blizzard will mit “DJ Hero“ künftig die Wohnzimmer sogar in einen Tanztempel verwandeln, gesteuert wird mit einem Plattenteller. Ob Activision & Co das Ruder herumreißen können? Die Musikindustrie wird die Daumen drücken (via faz.net).

Kurt Cobain darf nicht zu Bon-Jovi-Songs performen - fordert Cobain-Witwe Courtney Love. Stein des Anstoßes ist das Musikspiel “Guitar Hero 5” in dem der Ex-Nirvana-Frontmann als Spielfigur auftaucht. Zuerst hat Love via Twitter Giftpfeile in Richtung Activision Blizzard abgeschossen. Die stehen hinter “Guitar Hero 5″ und haben mit Love einen Deal über den virtuellen Auftritt von Cobain geschlossen. Love faselt dabei von Vertragsbruch und beschimpft den Spieleriesen als Tyrannen. Dann ließ ihr Anwalt verlauten, Love hätte nie einen Vertrag unterzeichnet, der es erlauben würde, dass Cobain u.a, Songs von Bon-Jovi (siehe Video unten) schmettere. Die verbliebenen Nirvana-Band-Mitglieder stoßen in das gleiche Horn: Cobain solle nur noch mit eigenen Songs im Spiel auftauchen - ein Patch im Spiel soll dafür sorgen. Activision verweist tapfer auf das unterzeichnete Abkommen - Fortsetzung folgt! (via golem.de).
E-Sportler sehen anders aus: Der polnische Fotograf Pawel Bownik hat für seine Ausstellung “Gamers”, die momentan in Warschau zu sehen ist, “E-Sportler” abgelichtet. Die Profi-Gamer gewährten Bownik auch Einblick in ihre Spielhöllen. “Süddeutsche.de” hat Bownik interviewt und zeigt Bilder der Ausstellung.
Killerspiele sind keine Gewaltauslöser, besagt eine aktuelle Studie des US-Psychologen und Kriminologen Christopher Ferguson. Der Forscher der Texas A&M International University hat dafür 603 Kinder im Alter von zehn bis 14 Jahren unter die Lupe genommen. Sein Fazit: Vor allem der Einfluss Gleichaltriger, Eltern und eine antisoziale Persönlichkeit sind es, die zu realer Gewalt führen. Games oder TV-Sendungen nehmen dagegen eine untergeordnete Rolle ein. Ferguson hat schon zuvor in einer viel beachteten Untersuchung belegen können, dass die meisten Studien zum Thema Games und Gewalt wissenschaftlich fragwürdig arbeiten. Der tragische Tod eines 50-Jährigen, der in der Münchner S-Bahn das Opfer von jugendlichen Schlägern wurde, hatte in einigen Massenmedien zu neuen Vorwürfen gegenüber den sogenannten Killerspielen geführt. Die Boulevardzeitung “Münchner Merkur” schrieb über “hemmungslose Schläger, die sich ihre Anregungen aus Gangster-Rap und Killer-Spielen holen” (via t-online.de).

Senkrecht-Start für die Slim: Die Sony-Manager dürften sich derzeit auf die Schultern klopfen, die neue PlayStation 3 Slim (Foto oben) verkauft sich wie geschnitten Brot: Laut der Marktforscher von Chart-Track stieg in England der Absatz in der 36. Kalenderwoche im Vergleich zur Vorwoche um stolze 999% an. Das ist enorm: Als die PlayStation 2 Slim 2004 auf den Markt kam, konnten in der gleichen Zeit nur 340% mehr abgesetzt werden. Auch in Japan klingelt die Kasse: Wie diverse Magazine berichten wurden von der PS3 Slim innerhalb von nur drei Tagen über 150.000 Exemplare verkauft. Zum Vergleich: Beim Launch der Ur-PS3 wanderten lediglich 88.000 Einheiten über die Ladentheke (via spiegel.de, gamepro, gamona). Zuletzt lag die alte PS3 wie Blei in den Regalen.

Zimmer frei: Der deutsche Komponist und Oscar-Gewinner Hans Zimmer wird den Soundtrack zu “Modern Warfare 2” (siehe Foto oben) schreiben und damit erstmals ein Videospiel vertonen. Das hat der Spielentwickler Infinity Ward mitgeteilt. Zimmer zeichnete bisher für Filme wie “The Dark Knight” oder “Gladiator” verantwortlich. “Modern Warfare 2″, dass das erfolgreichste Videospiel aller Zeiten werden soll, erscheint am 10. November (via 4players.de).
God-of-War-Teile auf Blu-ray: Sony will Ende des Jahres die “God-of-War-Collection” für die PS3 veröffentlichen. Diese umfasst “God of War” und “God of War II” - bisher gab es die Spiele nur für die PS2 (via gamezone.de). Bei “God of War” schlägt man sich mit dem Protagonisten Kratos durch das antike Griechenland (Foto unten). Der dritte Teil der Reihe erscheint im Frühjahr 2010.

“GTA” auf dem iPhone: Take 2 bringt seinen Goldesel “Grand Theft Auto” nach und nach auf allen mobilen Plattformen unter. Im Herbst soll “GTA: Chinatown Wars” auf Apples iPhone und iPod Touch Premiere feiern. Das Spiel ist bereits für Nintendo DS erhältlich und erscheint im Herbst für PlayStation Portable (via gamesmarkt).
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[...] bartl spielt » Kurz angespielt mit der Musikspiel-Krise und Kurt Cobain als Bon Jovi - das kressblo… http://www.bartlspielt.de/2009/09/17/kurz-angespielt-mit-der-musikspiel-krise-und-kurt-cobain-als-bon-jovi – view page – cached das kressblog für games, digitales und marketing — From the page [...]