
Die PSPgo ist da! Sony bläst mit seiner hippen portablen Spielkonsole PSPgo zur Jagd auf Apples iPhone/iPod touch. Die PSPgo ist ein Kind der digitalen Distribution: Spiele gibt es nur als Download, ein interner Speicher ersetzt das UMD-Laufwerk. Die Software-Auswahl kann sich sehen lassen: Zum Start am 1. Oktober konnte die US-Kundschaft aus rund 16.000 Produkten wählen, darunter 225 PSP Games, 2.300 Filme sowie über 13.300 TV-Episoden. Über den PlayStation-Network-Store sollen sich Nutzer u.a. sogenannte “Minis” herunterladen, das sind Spiele für den kleinen Hunger zwischendurch wie Tetris, Fieldrunners oder Pinball. Sony hofft, ähnlich viele Spieleprogrammierer zu begeistern, wie Apple mit dem App-Store, indem sich bereits 21.000 Spiele (!) tummeln. Mini ist aber bei Sony nicht immer der Preis: Während iPhone- oder iPod-toch-Nuzter für Fieldrunners 2,39 Euro berappen müssen, kostet das Spiel für die PSP mehr als das Doppelte (via derstandard.at). Große Spiele (u.a. “Little Big Planet“) haben bei der PSPgo auch große Preise: bis zu 40 Euro verlangt Sony für den Download, der mit Kreditkarte oder über PlayStation-Network-Cards beglichen wird, die im Handel erworben werden können. Das Gerät selbst kostet mit 16 GB internem Speicher satte 249 Euro - einen iPod touch mit 32 GB kriegt man bei Amazon für rund 270 Euro. Nach einem Bericht von “Gamesmarkt“ polarisiert die PSPgo auch den Handel: Einige Händler boykottierten sogar das Gerät, weil sie darin den Anfang vom Ende des physischen Softwareverkaufs sehen.

Die beste Firma der Welt ist Nintendo. Zumindest geht das aus einer Rangliste von “Business Week” hervor. Das US-Wirtschaftsmagazin hat zusammen mit den Unternehmensberatern von A.T. Kearney 2.500 große börsennotierte Unternehmen unter die Lupe genommen. Nintendo punktete mit seinem aggressiven Expansionsdrang, seiner starken Führungsebene und seiner Innovationskraft. “In einem sich ständig veränderten Umfeld werden Unternehmen mit gezielten strategischen Initiativen immer besser abschneiden als solche, die ihren Weg unbeirrt weiterverfolgen”, erklärt Paul Laudicina, Chairman von A.T. Kearney. Nintendo hatte mit den Spielgeräten DS und Wii voll ins Schwarze getroffen. In der “Business-Week”-Rangliste landeten die Japaner mit einem durchschnittlichen Umsatzwachstum von 36% in den vergangenen fünf Jahren und einem Kursplus von 38% vor Google und Apple. Die Nintendo-Rivalen Microsoft und Sony sucht man in der Top-40-Liste vergebens (via Business Week).

Even Better Than the Real Thing: U2-Bassist Adam Clayton, hat gegenüber “USA Today” den Wunsch geäußert, dass er mit dem Entwickler Harmonix ein “U2 Rock Band” machen möchte. Clayton hat die Umsetzung des Musikspiels “The Beatles Rock Band” begeistert, vor allem die realitiätsgetreue Darstellung der Pilzköpfe. Aber auch wirtschaftliche Aspekte spielen eine Rolle: Das Geschäft, wie Leute Musik kaufen, habe sich verändert und U2 möchte ein Teil dieser neuen Welt sein, so Clayton.

Schneller hat sich bisher kein Sportspiel von Electronic Arts verkauft: 1,7 Mio Exemplare von “FIFA 10” gingen in Europa in der ersten Woche nach Verkaufsstart über die Ladentheke. Weitere Rekordzahlen: Seit der Veröffentlichung des Fußballspiels am 1. Oktober 2009 seien weltweit bereits über 10 Mio Online-Matches ausgetragen worden - mehr als 155.000 Spieler zockten gleichzeitig online während der Prime Time, so EA. Laut metacritic.com ist “FIFA 10″ das derzeit am besten bewertete Sportspiel für die PlayStation 3 und Xbox 360. In zwei Wochen erscheint der FIFA-Rivale “Pro Evolution Soccer 2010“.

Bluray verbreitet sich schneller als damals die DVD: Eine interessante Studie hat das britischen Marktforschungsinstitut Futuresource Consulting vorgelegt: Danach verbreitet sich das Blu-ray-Format in den USA schneller als zu seiner Zeit die DVD. Laut Futuresource kommt die Blu-ray-Disc 2010 inklusive der PlayStation 3 auf eine Haushaltsausstattung von 34,1%, während die DVD 2002 lediglich auf 32,6% kam. Verglichen wird das fünfte Jahr nach Formateinführung. Bereits im Jahr 2013 soll der Anteil der Blu-ray-Marktdurchdringung bei 67,8% liegen. Purzeln die Preise für die blauen Scheiben, könnte die Entwicklung noch schneller voranschreiten, so Futuresource. Dass aber jemals so viele Blu-ray-Abspielgeräte wie DVD-Player in den Haushalten stehen, bezweifeln die Marktforscher. Alternative Vertriebsmöglichkeiten, bspw. die digitale Distribution, würden das Blu-ray-Format ausbremsen (via bluray-disc.de).

Geldregen für OnLive: Unternehmen wie AT&T, Warner Bros. und Autodesk haben dem mit Spannung erwartete Cloud-Gaming-Service OnLive zwischen 500 und 750 Mio Dollar als Startkapital zur Verfügung gestellt. Mit dem Geldbatzen soll die benötigte Server-Infrastruktur für den Launch des Systems in den USA erworben werden. Bereits “im Winter” soll OnLive dann in Konkurrenz zu herkömmlichen Konsolen wie Xbox 360 und PlayStation 3 treten. OnLive hat bereits Spielehersteller wie Electronic Arts, Ubisoft und Take 2 Interactive als Inhalte-Partner an Land gezogen (via Chip Online).
Zum Schluss die hübschen Cosplay- und Messebabes von der Tokyo Game Show 2009. Viel Spaß und bis zur nächsten Ausgabe von “Kurz angespielt…”!
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