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Die Leipziger Messe hat die Eckdaten der kommenden Games Convention Online (GCO) mitgeteilt: Demzufolge startet die Messe für Online- und Casual-Games drei Wochen früher als dieses Jahr und dauert einen Tag länger. Wie bisher gibt es drei Publikumstage, vom Freitag 9. Juli bis Sonntag 11. Juli. Die Fachbesucher dürfen schon am Donnerstag, dem 8. Juli in die Leipziger Messehallen - der Business-Tag ist neu. ”Wir reagieren damit auf den ausdrücklichen Wunsch der Industrie, die zur Auftaktveranstaltung eine große Zahl an Geschäftsgesprächen in kürzester Zeit zu bewältigen hatten”, erklärt Silvana Kürschner, Global Strategy Director GC Glob. Mit dem zusätzlichen Tag für Geschäftskunden soll mehr Raum und Zeit für Geschäftsanbahnungen und Abschlüsse, Business Matching und Networking geschaffen werden. Als Business-Messe war die erste GCO durchaus ein Erfolg - bei den Besucherzahlen ist aber noch viel Luft nach oben: Zur Messepremiere in diesem Sommer kamen 43.000 Besucher (kress.de vom 7. August 2009).
Die Leipziger Messe hatte die Games Convention Online aus dem Hut gezaubert, nach dem sich die Branchengrößen für einen Standortwechsel entschieden hatten und mit Sack, Pack und Publikum nach Köln zogen. 245.000 Besucher meldeten dort die Macher nach Ablauf der ersten gamescom. Diese stolze Zahl soll im kommenden Jahr geknackt werden, vom 18. August bis 22. August steigt die gamescom 2010. Platz gibt es in Köln reichlich - am Flair wird gearbeitet.
Electronic Arts trommelt in UK mit einem außergewöhnlichen Werbespot für sein Fußballspiel “FIFA 10“, das hierzulande am 1. Oktober erscheint. Im Video mit dem Namen “How Big Can Football Get?” (Agentur: Wieden+Kennedy Amsterdam) tauchen neben “FIFA”-Gamern und Fußballfans auch Stars wie Wayne Rooney, Karim Benzema, Xavi, Theo Walcott und Bastian Schweinsteiger auf. Viel Spaß!
Die Einzelhandelskette Galeria Kaufhof stellt mit sofortiger Wirkung den Verkauf von Computerspielen ein, die eine USK-Freigabe “ab 18 Jahren” erhalten haben. Ebenso sollen keine Filme mehr verkauft werden, die von der FSK erst ab 18 Jahren freigegeben wurden. Dies sei eine Reaktion auf den Amoklauf von Winnenden und den Verdacht, dass jugendliche Täter gewaltverherrlichende Games gespielt hätten, heißt es bei Kaufhof. Bundesweit werde der Verkaufsstopp bereits umgesetzt, lediglich aktuelle Werbe-Ware soll noch bis Ende März verkloppt werden. Ab April sollen dann alle Kaufhof-Filialen frei von Spielen ohne Jugendfreigabe sein. Kaufhof möchte mit diesem Schritt ein Zeichen für seine soziale und gesellschaftspolitische Verantwortung setzen.
Olaf Wolters, Geschäftsführer des Branchenverbandes der Spieleindustrie, BIU, kritisiert die Aktion: “Ich finde es wirklich bedenklich, dass Kaufhof damit jedem Erwachsenen sein Recht auf Unterhaltung beschneidet. Man schießt mit dem Verkaufsstopp über das Ziel hinaus.“ Es wäre vernünftiger gewesen nur zu betonen, weiterhin eine altersgerechte Abgabe von Medien an seine Kunden zu gewährleisten. “Die Ironie an der Geschichte ist, dass Kaufhof trotzdem das umstrittenste aller so genannten Killerspiele Counter-Strike in den Regalen behält“, so Wolters. Die Urversion des Ego-Shooters ist ab 16 Jahren erhältlich.
Beim Spieleentwicklerverband G.A.M.E. sieht man das ähnlich. Geschäftsführer Stephan Reichart: “Ich halte die Reaktion für absolut überzogen. Filme oder Spiele für Erwachsene, die zum Teil von Kritikern in höchsten Tönen gelobt werden, aus dem Sortiment zu nehmen, nur weil sie ein Rating ab 18 bekommen haben, grenzt an unüberlegte Hysterie und Aktionismus.” Der Einzelhandel solle sich lieber um die Einhaltung von Altersfreigaben an der Ladenkasse kümmern und seine Kunden altersgerecht beraten, das reiche vollkommen aus.
In den Elektronikmärkten Saturn und Mediamarkt, die wie Kaufhof zur Metro Group gehören, sollen weiterhin Spiele und Filme ohne Jugendfreigabe in den Regalen liegen. (via Chip Online, Focus Online).

Sony bläst zur Werbeoffensive: Sony Computer Entertainment Europe (SCEE) will im 1. Quartal 2009 rund 4,45 Mio Euro für Werbung ausgeben. Getrommelt wird vor allem für den PS3-Exklusivtitel “Killzone 2” (Foto, erscheint Ende Februar) - für eine große TV- und Kino-Kampagne in Europa stehen satte 2,25 Mio Euro bereit. Mit der restlichen Knete will Alan Duncan, Marketing Director bei SCEE, nochmals die wichtigsten Titel der letzten Weihnachtssaison bewerben, u.a. “LittleBigPlanet“, “Resistance 2” und “Motorstorm: Pacific Rift“. Zudem rührt SCEE die Werbetrommel für “SingStar Queen” (PS3/PS2) (via MCV).
Im dritten Quartal lief das Geschäft bei Sonys PlayStation-Sparte nicht gerade rosig: So fielen die Verkaufszahlen der PS 3 um fast 10% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Hatte Sony in Q3 2008 noch 4,9 Mio PS3-Systeme vertickt, waren es in Q3 2009 lediglich 4,46 Mio. Auch die mobile Spielekonsole PSP verkaufte sich schlechter. Immerhin konnte Sony 40,8 Mio PS3-Spiele raushauen - im Vorjahreszeitraum lag die Stückzahl bei 26 Mio (via 4players.de).
Warum 2009 zum Schicksals-Jahr für Sony werden könnte, beantwortet der “Standard“.

Sony-Konkurrent Nintendo wächst trotz der Finanzkrise kräftig. 25,2 Mio Nintendo-DS-Systeme und 20 Mio Wii-Konsolen hat das Unternehmen in den ersten drei Quartalen des laufenden Geschäftsjahres weltweit verkauft - im Vorjahreszeitraum waren es 14 Mio Wii und 24,5 Mio DS (via gamesmarkt.de). Top-Seller für die Wii sind Wii Fit und Mario Kart Wii - beide Titel sind jeweils rund 14 Mio Mal (!) über die Ladentheke gegangen (via 4players.de).

Von der Rockbühne auf den Dancefloor: Activision Blizzard, die Macher der Musikspiele “Guitar Hero III - Legends of Rock” und “Guitar Hero World Tour“, haben ein neues heißes Eisen im Feuer. Laut CEO Robert Kotick soll “DJ Hero” (bartlspielt vom 3. März 2008) noch in diesem Jahr die Wohnzimmer beben lassen. Das Spiel kommt inklusive eines “Turntable-Controllers” auf den Markt. Es lassen sich somit gegeneinander Scheiben auflegen und Songs mixen. Neue Hits können - wie von “Guitar Hero” gewohnt - gegen Bares heruntergeladen werden. Wann “DJ Hero” erscheint und auf welchen Systemen es läuft - noch unklar. Hintergrund: “Guitar Hero III” ist das erste Computerspiel, das die 1-Mrd-Dollar-Grenze bei den Verkaufserlösen durchbrochen hat (bartlspielt vom 21. Januar 2009).
In-Game-Werbung wirkt! Sagen die Schweizer. AdLink Media Schweiz, ein Unternehmen der Goldbach Media Gruppe, hat sich mit der Universität Zürich, Coca-Cola und MediaCom verbündet und der Wirksamkeit von In-Game Werbung auf den Zahn gefühlt. Ergebnis: Mehr als 50% der befragten Personen erinnern sich ungestützt an die gezeigte Werbung. Innerhalb der Studie absolvierten 100 Personen eine Rennstrecke, dabei sausten sie u.a. an Cola-Zero-Bannern vorbei. Camille Zimmermann, Head of Business Development AdLink Media Schweiz, sagt: “Es überzeugt umso mehr, dass bei einem Auto-Rennspiel die Werte betreffend Markenerinnerung so hoch ausfallen, selbst wenn die Gamer mit virtueller Höchstgeschwindigkeit an den Billboards und Werbebanden vorbeifahren.” Mehr Infos zur Studie gibt’s hier.

Fitnessprogramm für Frauen: Electronic Arts bringt am 21. Mai 2009 das eigens für Frauen entwickelte Fitnessspiel “EA Sports Active” (Foto oben, Trailer unten) in den Handel. Der Fitnesstrainer fürs Wohnzimmer erscheint exklusiv für Nintendos Wii und soll unterhaltsame, leicht erlernbare Übungen bieten. Mit “EA Sports Active” will Electronic Arts dem enorm erfolgreichen “Wii Fit” Konkurrenz machen.
Der Spieleriese EA ist schwer angeschlagen. Im abgelaufenen Quartal fuhr das Unternehmen hohe Verluste ein - nun sollen 1.100 Jobs gestrichen werden, damit fällt jede zehnte Stelle weg (via heise online).

Der Video-on-Demand-Service von Nintendo (bartlspielt vom 5. Januar 2008; 5. Absatz) soll “Wiinoma” heißen. Dies berichtet die englische “Times“. Den Angaben zufolge soll es schon im Frühjahr in Japan losgehen, bis Ende 2009 sollen dann alle Wii-Nutzer (derzeit rund 40 Mio weltweit) Zugriff haben. Für “Wiinoma” hat sich Nintendo in Japan mit der landesweit größten Werbeagentur Dentsu zusammengetan. Die Werber sollen gleichzeitig das Programm liefern und für die Werbevermarktung sorgen. Hintergrund: Seit dem Launch im Jahr 2006 toppt die Wii dank familientauglicher Spiele, innovativer Steuerung und günstigem Preis die Verkaufszahlen der Konkurrenz von Microsoft (Xbox 360) und Sony (PlayStation 3). Siehe dazu die neusten Absatzzahlen (bartlspielt vom 15. Dezember 2008, 2. Absatz).