Der Markt für digitale Spiele brummt. Ob Computer-, Video-, Mobil- oder Online-Spiele - Games gelten als größter Wachstumstreiber der Unterhaltungsindustrie.
Laut dem "Media Report Gaming" (SevenOne Media) soll der Wirtschaftszweig in Deutschland im Jahr 2007 2 Mrd Euro Umsatz erzielen. Auch das Geschäft mit Werbung in Videospielen wächst rasant - um 44,9% auf 1 Mrd US-Dollar weltweit sollen sich die Umsätze 2007 beim so genannten In-Game-Advertising entwickeln. Über Games als neues Werbemedium und als feste Größe im Medienmarkt berichtet dieses kressblog. Marc Bartl, kress-Redakteur.
Familien ohne Spielekonsolen sind bald in der Minderheit! Laut einer Prognose des Bundesverbandes Interaktive Unterhaltungssoftware e.V. (BIU) wird Ende 2009 jeder zweite Familienhaushalt in Deutschland über eine Spielekonsole verfügen. Schon jetzt hätten nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 44% aller Familienhaushalte eine Wii, eine PlayStation oder eine Xbox im Wohnzimer stehen. Das Weihnachtsfest soll dann die noch fehlenden Prozentpunkte bescheren.
Spiele und Konsolen stünden ganz oben auf den Wunschzetteln, sagt BIU-Geschäftsführer Olaf Wolters, der offenbar ein gutes Verhältnis zum Weihnachts-Mann besitzt. Das Angebot an Spielen für die ganze Familie würde immer größer und es gebe Spiele für alle Altersgruppen und Vorlieben. Zur Erinnerung: Rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft hatte Nintendo den Preis seiner Wii heruntergeschraubt und Sony mit der PS3 Slim der Games-Gemeinde eine - sowohl in der Größe als auch im Preis - schlankere Konsole präsentiert. Wenn es nach den “Amazon.de“-Wunschzetteln geht, dürfte es vor allem für Nintendo fröhliche Weihnachten geben (bartlspielt vom 29. November 2009).
geschrieben am 29. November 2009 | in: konsolenmarkt
Advent, Advent, ein Lichtlein brennt: Vier Wochen vor Weihnachten dominiert Nintendo die Weihnachts-Wunschzettel von Amazon.de. Auf der Liste “Meistgewünschte Artikel in Games” belegen die Japaner 15 Plätze der Top 20. Die besten Chancen unter die deutschen Weihnachtsbäume zu kommen hat das Wii-Spiel “New Super Mario Bros.“, das am 1. Dezember in den Verkauf geht. Auf Platz 2 und 3 der Amazon-Wunschzettelliste: das Trainings-Programm “Wii Fit Plus” und die Spiele-Sammlung “Wii Sports Resort” plus “Wii Motion Plus“. Mit der “Nintendo Wii” und dem “Wii Balance Board” folgt die nötige Hardware auf Platz 4 und 5.
Nintendo wurden jüngst Absatzprobleme bescheinigt, von einer Krise war die Rede. Für das wichtige Weihnachtsgeschäft scheint das Unternehmen, das den Preis seiner Wii-Konsole kräftig gesenkt hat, aber bestens gerüstet. Sonys Playstation 3 Slim, die sich zuletzt an den Ladenkassen ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit der Wii lieferte, folgt auf der Amazon.de-Liste noch hinter der schwarzen Wii auf Platz 10. Die Xbox-360 sucht man in der Top 100 vergebens, die Nintendo DS Lite hat es auf Platz 69 geschafft.
Den Titel als beliebteste Nicht-Nintendo-Wunsch-Software kann sich Ubisofts “Assassin’s Creed 2” (Platz 6) ans Revers heften. Zu erwähnen sind hier noch Sonys “Uncharted 2” (Platz 11) und “Modern Warfare 2” (”nur” Platz 21).
geschrieben am 13. November 2009 | in: konsolenmarkt
Bei Activision Blizzard dürften gerade die Sektkorken knallen: Das Videospiel “Call of Duty: Modern Warfare 2” ist nach Herstellerangaben innerhalb von 24 Stunden unglaubliche 4,7 Mio Mal über die Ladentheke gegangen. Und das nur in Nordamerika und UK, zahlreiche andere umsatzstarke Märkte seien in die erste Bestandsaufnahme von Activision Blizzard noch gar nicht mit eingeflossen.
Mit einem Blitz-Erlös von 310 Mio Dollar darf sich das neue “Call of Duty” den Titel als Entertainmentprodukt mit dem umsatzstärksten Start aller Zeiten ans Revers heften. Gegen solche Zahlen können auch die Einspielergebnisse von Hollywood-Blockbustern nicht anstinken. Die bisherige Bestmarke in Sachen Blitzverkauf hielt “Grand Theft Aufo IV” - der Rockstar-Games-Geniestreich schaffte 3,6 Mio Verkaufte innerhalb eines Tages.
Ausschnitte der großen Premierenfeier in London seht ihr im Video…
geschrieben am 11. November 2009 | in: konsolenmarkt
Electronic Arts (EA) kommt nicht aus den roten Zahlen. In dem Ende September abgeschlossenen zweiten Geschäftsquartal fuhr der Spieleriese aus den USA einen Verlust von satten 391 Mio Dollar ein, im Vorjahreszeitraum stand ein Minus von 310 Mio Dollar zu Buche. Auch der Umsatz schwächelt: Die Erlöse gingen um knapp 12% auf 788 Mio Dollar zurück - trotz Goldesel wie “FIFA 10” , “Madden NFL 10” oder “Need for Speed: Shift“, die sich alle im Berichtszeitraum millionenfach verkauften.
Die zuvor so krisenfeste Computer- und Videospieleindustrie hatte in diesem Jahr vor allem in den USA nix zu lachen. Die Umsätze gingen teilweise drastisch zurück. Sony und Nintendo haben jüngst mit Preissenkungen bei der PS3 bzw. Wii versucht, das Geschäft wieder anzukurbeln. Das könnte EA und anderen Publishern im laufenden Quartal zu Gute kommen.
EA-Boss John Riccitiello macht seine eigenen Hausaufgaben und steuert mit einer weiteren Sparrunde gegen den Abwärtstrend: 1.500 Arbeitsplätze fallen weg - das sind knapp 17% der Jobs. Bereits vor rund einem Jahr mussten 10% der EA-Belegschaft ihre Schreibtische räumen. Zudem will Riccitiello die Zahl der Spieleveröffentlichungen im kommenden Jahr um rund ein Drittel zurückschrauben - zwölf Projekte seien bereits eingestampft worden, die Namen sind unklar. Dafür soll die Uralt-Action-Serie “Medal of Honor” wieder auferstehen. EA hatte hier zuletzt dem Rivalen Activision mit “Call of Duty” das Feld überlassen. Infos zu einem neuen “MoH” will EA erst im Dezember rausrücken. Ebenfalls in der Mache: ein neues “Need for Speed“, an dem das Entwicklerstudio Criterion Games (”Burnout“) bastle.
Auch vom großen Social-Games-Kuchen hat sich EA ein Stück gesichert: Das Unternehmen gab diese Woche die Übernahme von Playfish bekannt. Der Kaufpreis: bis zu 400 Mio Dollar. Playfish entwickelt Spiele für Online-Netzwerke, darunter Facebook und MySpace, und Handys (iPhone und Android-Smartphones).
Sonys PlayStation 3 ist in diesen Tagen günstig wie nie zu haben. Das liegt daran, dass sich Aldi und Media-Saturn eine Preisschlacht liefern: Bei Aldi geht die neue PS3 Slim ab heute bundesweit für 299 Euro durch die Kasse. Das ist die unverbindliche Preisempfehlung klar, aber Aldi packt noch einen zweiten Dualshock-3-Controller dazu (UVP: 45 Euro) sowie die Spiele “Wipeout HD” inklusive der Erweiterung “Wipeout HD: Fury“. Dazu verlängert Aldi die Garantie der PS3 um ein Jahr auf nun drei Jahre. Auch einen Sack voller Spiele wie “SingStar: Pop Edition” inkl. Mikros (60 Euro) oder “Gran Turismo 5 Prologue” (25 Euro) liegt in den Aldi-Regalen.
Bei Media Markt und Saturn ist die PS3 Slim heute für (!) zu haben. Ein weiterer Controller kostet 39 Euro, für EAs Fußball-Hit “FIFA 09” verlangen die Elektroketten schlappe 19 Euro.
Dieser Preiskrieg ist für Anfang November ungewöhnlich, das Weihnachtsgeschäft hat ja noch nicht mal richtig begonnen. Ob der PS3-Preis in ein paar Wochen nochmal runtergeht - nichts scheint unmöglich.