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“Kurz angespielt” dreht sich heute um die Eröffnung der PlayStation-Videothek, die fuminante Rekordjagd von “Modern Warfare 2” und die Nintendo-Wii-Krise.

Nach Apple und Microsoft tummelt sich mit Sony ein weiterer Player im Geschäft mit Film-Downloads: Der PlayStation Network Video Store hat heute hierzulande eröffnet. Dank des neuen Services können Hunderte von Filmen zu Hause über die PS3 oder unterwegs über die PSP angesehen werden. Zur Eröffnung winken einige Angebote: Wer sich im PlayStation Network neu registriert, kann sich “Transformers” für umme runterladen, dazu gibt es die Dan-Brown-Verfilmungen “Illuminati” und “Da Vinci Code” im Doppelpack für 14,99 Euro. 2.000 Filme stehen in den Regalen der Sony-Videothek, die neben Deutschland heute auch in Großbritannien, Spanien und Frankreich gestartet ist, 500 sind in deutscher Sprache. Sony verspricht, dass jede Woche rund 50 Filme dazu kommen sollen.
Zu den Preisen: Für geliehene Streifen sind im Standardformat 2,99 Euro zu berappen, 3,99 Euro kosten sie in hochauflösender Qualität. Wie bei Apple werden für Kauffilme 7,99 Euro und mehr aufgerufen. Entscheidet man sich fürs Leihen, darf der Film bis zu 14 Tage auf der Festplatte verweilen. Nach dem Druck auf den Startknopf kann der Film innherhalb von 24 Stunden angesehen werden.
Neben großen Hollywood-Studios wie 20th Century Fox, Paramount Pictures oder Walt Disney hat sich Sony auch Filmstoff von drei deutschen Produktionsfirmen gesichert: Constantin, Kinowelt und Universum Film.

550 Mio Dollar hat das Kriegsspiel “Call of Duty: Modern Warfare 2” innherhalb von 5 Tagen umgesetzt. Laut Hersteller Activision Blizzard ist das das beste Fünf-Tagesergebnis in der Geschichte der Entertainmentindustrie. Zum Vergleich: “Harry Potter und der Halbblutprinz” schaffte im gleichen Zeitraum “nur” 394 Mio Dollar, bei “The Dark Knight” waren es “schlappe” 203,8 Mio Dollar. Der bisherige Rekordhalter stammt allerdings aus der Games-Branche: “Grand Theft Auto IV” - der Rockstar-Games-Blockbuster schaffte 500 Mio Dollar Umsatz in fünf Tagen. Zuvor hatte Activision Blizzard bereits mit einem “24-Stunden-Rekord” von “Modern Warfare 2″ geklappert (bartlspielt vom 13. November 2009).

Nintendos Wii befindet sich auf dem absteigenden Ast. Die Verkaufszahlen sinken und sinken. Im Oktober gingen in den USA 506.900 Wii-Konsolen über den Ladentisch - das sind 37% weniger als im Vorjahreszeitraum, trotz Preissenkung von 250 auf 200 Dollar. Im Aufwind befindet sich die PS3, die lange wie Blei in den Regalen lag. So melden die Marktforscher der NPD Group 320.600 verkaufte Sony-Konsolen für Oktober - ein Plus von satten 70%. Auch Sony hat an der Preisschraube für die PS3 gedreht und mit der PS3 Slim ein neues Gerät präsentiert. Die Xbox 360 von Microsoft büßte im Oktober ebenfalls ein: Lediglich 250.000 Stück wurden zur Kasse getragen - 33% weniger als im Vorjahreszeitraum.

Die PSPgo ist da! Sony bläst mit seiner hippen portablen Spielkonsole PSPgo zur Jagd auf Apples iPhone/iPod touch. Die PSPgo ist ein Kind der digitalen Distribution: Spiele gibt es nur als Download, ein interner Speicher ersetzt das UMD-Laufwerk. Die Software-Auswahl kann sich sehen lassen: Zum Start am 1. Oktober konnte die US-Kundschaft aus rund 16.000 Produkten wählen, darunter 225 PSP Games, 2.300 Filme sowie über 13.300 TV-Episoden. Über den PlayStation-Network-Store sollen sich Nutzer u.a. sogenannte “Minis” herunterladen, das sind Spiele für den kleinen Hunger zwischendurch wie Tetris, Fieldrunners oder Pinball. Sony hofft, ähnlich viele Spieleprogrammierer zu begeistern, wie Apple mit dem App-Store, indem sich bereits 21.000 Spiele (!) tummeln. Mini ist aber bei Sony nicht immer der Preis: Während iPhone- oder iPod-toch-Nuzter für Fieldrunners 2,39 Euro berappen müssen, kostet das Spiel für die PSP mehr als das Doppelte (via derstandard.at). Große Spiele (u.a. “Little Big Planet“) haben bei der PSPgo auch große Preise: bis zu 40 Euro verlangt Sony für den Download, der mit Kreditkarte oder über PlayStation-Network-Cards beglichen wird, die im Handel erworben werden können. Das Gerät selbst kostet mit 16 GB internem Speicher satte 249 Euro - einen iPod touch mit 32 GB kriegt man bei Amazon für rund 270 Euro. Nach einem Bericht von “Gamesmarkt“ polarisiert die PSPgo auch den Handel: Einige Händler boykottierten sogar das Gerät, weil sie darin den Anfang vom Ende des physischen Softwareverkaufs sehen.

Die beste Firma der Welt ist Nintendo. Zumindest geht das aus einer Rangliste von “Business Week” hervor. Das US-Wirtschaftsmagazin hat zusammen mit den Unternehmensberatern von A.T. Kearney 2.500 große börsennotierte Unternehmen unter die Lupe genommen. Nintendo punktete mit seinem aggressiven Expansionsdrang, seiner starken Führungsebene und seiner Innovationskraft. “In einem sich ständig veränderten Umfeld werden Unternehmen mit gezielten strategischen Initiativen immer besser abschneiden als solche, die ihren Weg unbeirrt weiterverfolgen”, erklärt Paul Laudicina, Chairman von A.T. Kearney. Nintendo hatte mit den Spielgeräten DS und Wii voll ins Schwarze getroffen. In der “Business-Week”-Rangliste landeten die Japaner mit einem durchschnittlichen Umsatzwachstum von 36% in den vergangenen fünf Jahren und einem Kursplus von 38% vor Google und Apple. Die Nintendo-Rivalen Microsoft und Sony sucht man in der Top-40-Liste vergebens (via Business Week).

Even Better Than the Real Thing: U2-Bassist Adam Clayton, hat gegenüber “USA Today” den Wunsch geäußert, dass er mit dem Entwickler Harmonix ein “U2 Rock Band” machen möchte. Clayton hat die Umsetzung des Musikspiels “The Beatles Rock Band” begeistert, vor allem die realitiätsgetreue Darstellung der Pilzköpfe. Aber auch wirtschaftliche Aspekte spielen eine Rolle: Das Geschäft, wie Leute Musik kaufen, habe sich verändert und U2 möchte ein Teil dieser neuen Welt sein, so Clayton.

Schneller hat sich bisher kein Sportspiel von Electronic Arts verkauft: 1,7 Mio Exemplare von “FIFA 10” gingen in Europa in der ersten Woche nach Verkaufsstart über die Ladentheke. Weitere Rekordzahlen: Seit der Veröffentlichung des Fußballspiels am 1. Oktober 2009 seien weltweit bereits über 10 Mio Online-Matches ausgetragen worden - mehr als 155.000 Spieler zockten gleichzeitig online während der Prime Time, so EA. Laut metacritic.com ist “FIFA 10″ das derzeit am besten bewertete Sportspiel für die PlayStation 3 und Xbox 360. In zwei Wochen erscheint der FIFA-Rivale “Pro Evolution Soccer 2010“.

Bluray verbreitet sich schneller als damals die DVD: Eine interessante Studie hat das britischen Marktforschungsinstitut Futuresource Consulting vorgelegt: Danach verbreitet sich das Blu-ray-Format in den USA schneller als zu seiner Zeit die DVD. Laut Futuresource kommt die Blu-ray-Disc 2010 inklusive der PlayStation 3 auf eine Haushaltsausstattung von 34,1%, während die DVD 2002 lediglich auf 32,6% kam. Verglichen wird das fünfte Jahr nach Formateinführung. Bereits im Jahr 2013 soll der Anteil der Blu-ray-Marktdurchdringung bei 67,8% liegen. Purzeln die Preise für die blauen Scheiben, könnte die Entwicklung noch schneller voranschreiten, so Futuresource. Dass aber jemals so viele Blu-ray-Abspielgeräte wie DVD-Player in den Haushalten stehen, bezweifeln die Marktforscher. Alternative Vertriebsmöglichkeiten, bspw. die digitale Distribution, würden das Blu-ray-Format ausbremsen (via bluray-disc.de).

Geldregen für OnLive: Unternehmen wie AT&T, Warner Bros. und Autodesk haben dem mit Spannung erwartete Cloud-Gaming-Service OnLive zwischen 500 und 750 Mio Dollar als Startkapital zur Verfügung gestellt. Mit dem Geldbatzen soll die benötigte Server-Infrastruktur für den Launch des Systems in den USA erworben werden. Bereits “im Winter” soll OnLive dann in Konkurrenz zu herkömmlichen Konsolen wie Xbox 360 und PlayStation 3 treten. OnLive hat bereits Spielehersteller wie Electronic Arts, Ubisoft und Take 2 Interactive als Inhalte-Partner an Land gezogen (via Chip Online).
Zum Schluss die hübschen Cosplay- und Messebabes von der Tokyo Game Show 2009. Viel Spaß und bis zur nächsten Ausgabe von “Kurz angespielt…”!

Eine goldene Nase hat sich die Videospiele-Industrie in den vergangenen Jahren mit Musikspielen wie “Guitar Hero” und “Rock Band“ verdient. Auch die angezählte Musikindustrie durfte sich über die zusätzliche Einnahmequelle freuen. Doch in diesem Jahr ist das Musikspielefieber offenbar zurückgegangen, das Mrd-Geschäft drastisch geschrumpft: Laut den Marktforschern der NPD Group lag der Umsatz in den ersten sieben Monaten bei rund 450 Mio. Dollar – das sind satte 50 % weniger als im Vorjahr. Der Schwund hat nicht nur mit der Wirtschaftskrise zu tun. Die Spielemacher haben Schlag auf Schlag Neuauflagen auf den Markt geworfen, oft mit wenig Mehrwert. Dazu hat sich die Spielergemeinde inzwischen mit teuren Gitarren- oder Schlagzeug-Controllern eingedeckt, kauft also nur noch die Software. Dass das Jahr für die Musikspiele nicht vollkommen in die Hose geht, dafür soll u.a. die spektakuläre Neuerscheinung “The Beatles: Rock Band“ (Viacom) sorgen. Für das Spiel haben die Macher Controller entworfen, die den Instrumenten der Beatles nachempfunden sind. Auch Fans von Metallica und Aerosmith konnten sich bereits über spezielle Musikspieltitel freuen. Activision Blizzard will mit “DJ Hero“ künftig die Wohnzimmer sogar in einen Tanztempel verwandeln, gesteuert wird mit einem Plattenteller. Ob Activision & Co das Ruder herumreißen können? Die Musikindustrie wird die Daumen drücken (via faz.net).

Kurt Cobain darf nicht zu Bon-Jovi-Songs performen - fordert Cobain-Witwe Courtney Love. Stein des Anstoßes ist das Musikspiel “Guitar Hero 5” in dem der Ex-Nirvana-Frontmann als Spielfigur auftaucht. Zuerst hat Love via Twitter Giftpfeile in Richtung Activision Blizzard abgeschossen. Die stehen hinter “Guitar Hero 5″ und haben mit Love einen Deal über den virtuellen Auftritt von Cobain geschlossen. Love faselt dabei von Vertragsbruch und beschimpft den Spieleriesen als Tyrannen. Dann ließ ihr Anwalt verlauten, Love hätte nie einen Vertrag unterzeichnet, der es erlauben würde, dass Cobain u.a, Songs von Bon-Jovi (siehe Video unten) schmettere. Die verbliebenen Nirvana-Band-Mitglieder stoßen in das gleiche Horn: Cobain solle nur noch mit eigenen Songs im Spiel auftauchen - ein Patch im Spiel soll dafür sorgen. Activision verweist tapfer auf das unterzeichnete Abkommen - Fortsetzung folgt! (via golem.de).
E-Sportler sehen anders aus: Der polnische Fotograf Pawel Bownik hat für seine Ausstellung “Gamers”, die momentan in Warschau zu sehen ist, “E-Sportler” abgelichtet. Die Profi-Gamer gewährten Bownik auch Einblick in ihre Spielhöllen. “Süddeutsche.de” hat Bownik interviewt und zeigt Bilder der Ausstellung.
Killerspiele sind keine Gewaltauslöser, besagt eine aktuelle Studie des US-Psychologen und Kriminologen Christopher Ferguson. Der Forscher der Texas A&M International University hat dafür 603 Kinder im Alter von zehn bis 14 Jahren unter die Lupe genommen. Sein Fazit: Vor allem der Einfluss Gleichaltriger, Eltern und eine antisoziale Persönlichkeit sind es, die zu realer Gewalt führen. Games oder TV-Sendungen nehmen dagegen eine untergeordnete Rolle ein. Ferguson hat schon zuvor in einer viel beachteten Untersuchung belegen können, dass die meisten Studien zum Thema Games und Gewalt wissenschaftlich fragwürdig arbeiten. Der tragische Tod eines 50-Jährigen, der in der Münchner S-Bahn das Opfer von jugendlichen Schlägern wurde, hatte in einigen Massenmedien zu neuen Vorwürfen gegenüber den sogenannten Killerspielen geführt. Die Boulevardzeitung “Münchner Merkur” schrieb über “hemmungslose Schläger, die sich ihre Anregungen aus Gangster-Rap und Killer-Spielen holen” (via t-online.de).

Senkrecht-Start für die Slim: Die Sony-Manager dürften sich derzeit auf die Schultern klopfen, die neue PlayStation 3 Slim (Foto oben) verkauft sich wie geschnitten Brot: Laut der Marktforscher von Chart-Track stieg in England der Absatz in der 36. Kalenderwoche im Vergleich zur Vorwoche um stolze 999% an. Das ist enorm: Als die PlayStation 2 Slim 2004 auf den Markt kam, konnten in der gleichen Zeit nur 340% mehr abgesetzt werden. Auch in Japan klingelt die Kasse: Wie diverse Magazine berichten wurden von der PS3 Slim innerhalb von nur drei Tagen über 150.000 Exemplare verkauft. Zum Vergleich: Beim Launch der Ur-PS3 wanderten lediglich 88.000 Einheiten über die Ladentheke (via spiegel.de, gamepro, gamona). Zuletzt lag die alte PS3 wie Blei in den Regalen.

Zimmer frei: Der deutsche Komponist und Oscar-Gewinner Hans Zimmer wird den Soundtrack zu “Modern Warfare 2” (siehe Foto oben) schreiben und damit erstmals ein Videospiel vertonen. Das hat der Spielentwickler Infinity Ward mitgeteilt. Zimmer zeichnete bisher für Filme wie “The Dark Knight” oder “Gladiator” verantwortlich. “Modern Warfare 2″, dass das erfolgreichste Videospiel aller Zeiten werden soll, erscheint am 10. November (via 4players.de).
God-of-War-Teile auf Blu-ray: Sony will Ende des Jahres die “God-of-War-Collection” für die PS3 veröffentlichen. Diese umfasst “God of War” und “God of War II” - bisher gab es die Spiele nur für die PS2 (via gamezone.de). Bei “God of War” schlägt man sich mit dem Protagonisten Kratos durch das antike Griechenland (Foto unten). Der dritte Teil der Reihe erscheint im Frühjahr 2010.

“GTA” auf dem iPhone: Take 2 bringt seinen Goldesel “Grand Theft Auto” nach und nach auf allen mobilen Plattformen unter. Im Herbst soll “GTA: Chinatown Wars” auf Apples iPhone und iPod Touch Premiere feiern. Das Spiel ist bereits für Nintendo DS erhältlich und erscheint im Herbst für PlayStation Portable (via gamesmarkt).

Abräumer: Sony lässt auf der gamescom kräftig die Muskeln spielen: Mit der Präsentation von anspielbaren Titeln wie dem fantastisch aussehenden “Uncharted 2“, dem emotionalen “Heavy Rain“, “God of War 3“, “Little Big Planet” für die PSP und der Präsentation der “PS3 Slim” ist Sony der große Abräumer der Kölner Spielemesse - aber die Japaner müssen auch langsam mal in die Puschen kommen. Microsoft hat sein Pulver (”Project Natal“) schon auf der E3 verschossen und Marktführer Nintendo muss keinen mehr hinter dem Ofen vorlocken.
Kritik an Köln: Noch ist die Games Convention in Leipzig nicht aus den Köpfen. “Hier fehlt die Leidenschaft“, wird Klaas Kersting, Chef der Online-Spiele-Schmiede Gameforge von der dpa zitiert. “In Leipzig hat die ganze Stadt mitgefiebert – hier fragt mich ein Taxifahrer, welche Messe überhaupt ist.“ Trotzdem befürwortet Kersting den neuen Standort, nicht zuletzt wegen des großen Andrangs: “Hier ist Platz für die Zukunft.” In der Tat musste man am Dienstag und Mittwoch in der Kölner City schon ein wenig nach gamescom-Plakaten und Fahnen suchen - in Leipzig wurde das Publikum schon am Bahnhof mit überdimensionalen Werbebannern begrüßt. Aber die gamescom-Veranstalter werden aus einigen Versäumnissen ihre Lehren ziehen. Aller Anfang ist schwer.

Jugendschutz: Der Videospiele-Hersteller Electronic Arts fordert, den deutschen Sonderweg beim Jugendschutz zu beenden und die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) einzumotten. “Das ist Zensur, was wir hier machen, aber keiner beschwert sich”, so Gerhard Florin zu der Organisation des Videospiel-Jugendschutzes in Deutschland gegenüber “Spiegel Online“. Florin, bei EA für das internationale Publishing außerhalb der USA zuständig, will die Jugendschutz-Sticker auf Videospielverpackungen nach dem internationalen Pegi-Standard (Pan-European Game Information) vergeben lassen; das hieße, dass die Hersteller selbst künftig vorschlagen, welche Alterseinstufung ein Spiel bekommen soll. Das deutsche System sieht vor, dass Experten Spiele vor der Veröffentlichung prüfen und einstufen - durch die Zustimmung des Vertreters der Landesjugendbehörden wird die Klassifikation dann zum offiziellen Verwaltungsakt. Dass Florin mit seiner Forderung schnell Erfolg habe, glaube unter den Messe-Fachbesuchern in Köln kaum jemand, heißt es bei “Spiegel Online”.
Großer Ansturm: “Die Messe ist schon jetzt super besucht. Wir sind mit dem Start sehr zufrieden“, hat Messe-Sprecher Franko Fischer “Bild.de” verraten, “und die besucherstarken Tage kommen erst noch. Am Wochenende wird es erfahrungsgemäß richtig voll.“ Offizielle Zahlen haben die Veranstalter der gamescom allerdings noch nicht herausgerückt. Zum Vergleich: Die Games Convention kam im Vorjahr auf rund 200.000. Die Zahl wollen und sollten die gamescom-Macher knacken.

Lizenzen: Spekulationen, dass die Fußball-Bundesliga endlich mit allen Spielern und Vereinen in Pro Evolution Soccer 2010 einzieht, haben sich nicht bestätigt. Immerhin ist die Deutsche Nationalmannschaft dabei (via cynamite.de). Der erste Eindruck von PES 2010 ist, was Grafik und Gameplay angeht, sehr gut. Das Spiel erscheint am 22. Oktober für PC, Xbox 360 und Playstation 3.
Videos: Die gamescom hat einen offiziellen Videokanal bei YouTube scharf geschaltet: Hier sind die Folgen 8 und 9: “Der erste Tag der gamescom” und “Das Puplikum (sic!) ist da”:

Deutschland ist Europameister! Laut den Marktforschern von Media Control GfK International hat Deutschland Großbritannien als größten Markt für Computerspiele in Europa abgelöst und ist die neue Nummer eins im europäischen Vergleich. Während die Verkaufszahlen hierzulande im ersten Halbjahr 2009 auf konstant hohem Niveau blieben, gingen die Softwareverkäufe in Großbritannien um rund 20% im Vergleich zum Vorjahr zurück. “Die Einbußen hängen besonders mit dem Fehlen neu veröffentlichter Blockbuster-Games in Großbritannien zusammen”, sagt Tanja Eisen, Director Multimedia bei Media Control . Die höchsten Zuwächse im Ländervergleich konnte Portugal erzielen: Um 16% wuchs dort die Menge der verkauften Spiele zum Vorjahr und die Umsätze legten 11% zu. Zu den beliebtesten Spielen gehörte europaweit Nintendos “Wii Fit” - kein Spiel ging den Angaben zufolge seit Jahresbeginn in Deutschland, Großbritannien und Österreich öfter über die Ladentheke.
Deutschland ist immer noch PC-Land! Die Marktforscher von TNS Nipo haben gemeinsam mit Newzoo Europas Gamer unter die Lupe genommen - insgesamt seien13.000 Bürger aller Altersgruppen in Großbritannien, Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, Belgien und den USA befragt worden. Hauptergebnis der Untersuchung, die auf der GDC Europe präsentiert wurde: Games sind längst Mainstream-Unterhaltung, in keinem der untersuchten Märkte rutschte der Anteil der spielenden Bevölkerung an der Gesamtheit unter 60%. Wenig überraschend: In Großbritannien und der USA stehen Konsolen hoch im Kurs - 55% bzw. 58% der Bevölkerung hocken vor derselbigen, der PC spielt nur die zweite Geige. Ein komplett anderes Bild ergibt sich in Deutschland: Hier fahren 45% der Bevölkerung den PC zum Spielen hoch - auf solch einen Wert kommt kein anderes Land in Europa, Konsolen schalten 36% aller Deutschen an. Handheld-Land in Europa ist Belgien (via gamesmarkt).

Wahl-Werbung: Die Piratenpartei geht mit dem Thema “Killerspiele” auf Wählerfang. So können sich Gamer fortan “Spraylogos” installieren, die sie dann in Online-Spielen wie Team Fortress 2, Left 4 Dead und Counter-Strike an die Wände sprühen, um andere Spieler darauf aufmerksam zu machen (via golem.de).
Die Talfahrt geht weiter: Der US-Videospielemarkt sucht weiter nach einem Boden - im Juli gingen die Erlöse um satte 29% gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 848,9 Mio Dollar zurück. Das fünfte Minus in Folge. Der Softwareverkauf gab um 26% nach, der Hardwaremarkt brach gar um37% gegenüber Vorjahr ein. Wie im Juni fielen die Zahlen schlechter aus als von den Analysten erwartet (bartlspielt vom 17. Juli 2009). In der Konsolenhitparade führt Nintendo mit dem DS und der Wii, die sich allerdings im Juli nur noch rund 250.000 Mal verkaufte - ein Minus von 300.000 gegenüber dem Juli 2008. Gut behaupten konnte sich die Xbox 360, die sich mit rund 200.000 verkauften Exemplaren auf Vorjahresnivau bewegt. Sonys PS3 trugen nur rund 120.000 Spieler zur Kasse, im Vorjahr waren es noch 225.000. Die PS2 kommt immer noch auf über 100.000 Verkaufte. Die Nr.1 der Softwarecharts ist im Juli “Wii Sports Resort” mit über 500.000 verkauften Exemplaren.

Erfolgreicher Start für “Einer gegen Hundert” (Foto oben): Laut Microsoft haben bisher 2,5 Mio Xbox-360-Besitzer die kostenlose interaktive Quizshow heruntergeladen. Auch die Besucherzahlen können sich sehen lassen: Täglich spielten bis zu 200.000 Spieler bei “Einer gegen Hundert” mit und stellten ihr Wissen unter Beweis. Den bisherige Bestwert mit 230.000 Spielern an einem Tag konnte Microsoft in den USA erzielen, in Europa lag der höchste Wert bei 215.000 Quiz-Freunden (via gamezone.de). Ebenfalls gut aus den Startlöchern gekommen, ist VidZone, Sonys Musikvideodienst für die PS3: Hier hätten Spieler rund zwei Monate nach dem Launch bereits 100 Mio Musikvideos angeguckt, der kostenlose Dienst selbst sei 1 Mio Mal heruntergeladen worden (via gamepro.de).
Daumen hoch für Activision Blizzard: Für den Spieleriesen (”WoW“, “Guitar Hero“) lief das zweite Quartal besser als erwartet - der Umsatz lag bei über 1 Mrd Dollar, der Gewinn bei 195 Mio Dollar (via 4players.de). Daumen runter für Electronic Arts: Das Unternehmen verbuchte im zurückliegenden Quartal 644 Mio Dollar Umsatz - ein Minus von rund 20%, der Fehlbetrag wuchs um mehr als das doppelte auf 234 Mio Dollar (via gamesmarkt.de).

Verrrückte Controller: Nintendo hat wohl an den Spruch “Alles Glück dieser Erde liegt auf dem Rücken der Pferde” gedacht und sich einen Reit-Controller für den virtuellen Reitsport patentieren lassen. Dabei nimmt der Wii-Spieler auf einem aufblasbaren Kissen Platz, mit dem sich neben Pferden auch Drachen, Einhörner, Kamele und Wale steuern lassen. Die Wiimote steckt vorne in dem “Sattel”, den Nunchuck kann der Reitfreund als Zügel für die Pferde oder aber auch als Lasso verwenden (via gamona.de). Achja, offenbar kann man mit Hilfe eines Wii-Pedal-Controllers auch bald Fahrradfahren (via onipepper.de).
