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Nach mehreren Terminverschiebungen und einem geschlossenen Betatest (bartlspielt vom 22. April 2008) wird Sony seine 3-D-Online-Welt “PlayStation Home” ab Donnerstag, 11. Dezember, für alle PS3-Nutzer öffnen. “Home” werde weltweit als offener Betatest verfügbar sein, heißt es bei Sony. Die Nutzung sei in der Basisversion kostenlos. Voraussetzungen: eine Breitbandverbindung und ein Account für das PlayStation Network.
In “Home” können PS3-Nutzer ihre Avatare und ihre virtuelle Umgebung bis hin zum eigenen virtuellen Apartment basteln und sich über Text- und Audio-Chat unterhalten. Außerdem ist es möglich, an Mini-Spielchen (u.a. Schach, Bowling, Billard) oder Events teilzunehmen und eigene Communities zu gründen. Wer will, kann sich mit Freunden zunächst in Playstation Home verabreden, um von dort gemeinsam ein Multiplayer-Spiel zu starten.

Daneben bietet Sony den Bewohnern des Metaversums auch Musik- und Film-Downloads. Für Nutzer in Europa hat Sony eigene virtuelle Themenwelten angekündigt - im Raum “Far Cry 2” sollen sich Interessierte zum Beispiel über das Spiel austauschen und neue Hinweise erhalten. Angekündigt sind auch Themenwelten zu den Spielen “Uncharted: Drake’s Fortune“, “Motorstorm“, “Warhawk” und “SOCCOM“.

Wie in “Second Life” gibt es bei “PlayStation Home” auch von Firmen gebrandete Themenwelten und Inhalte - unter anderem von Diesel, Red Bull (Fotos), Paramount Pictures und Ligne Roset (kress.de vom 4. Dezember 2008). Diesel bietet etwa kostenpflichtige Kleidung an (Designer-Jeans für 1,50 Euro), während der Nutzer auf der Red-Bull-Insel das Red-Bull-Air-Race-Flugzeug ausprobieren und damit gegen andere Nutzer antreten kann. Paramount Pictures bewirbt in der virtuellen Welt neue Filme, die bald in den Kinos anlaufen.
Hintergrund: Von Second Life unterscheidet sich “PlayStation Home” vor allem durch die Grafik-Power. Der Microsoft-Dienst “Xbox live“ kommt ebenfalls mit Games, Filme und TV-Shows daher. Die User haben eigene Avatare und können zum Beispiel mit bis zu sieben Freunden über das Internet gemeinsam Filme gucken, gegeneinander bei Gameshows antreten und dabei über eine Sprachausgabe miteinander chatten. Allerdings fehlt hier die frei gestaltbare Umgebung wie in “PlayStation Home”.
Red Bull richtet sich in Sonys virtueller Welt für die Playstation 3, “Playstation Home“, eine eigene Insel ein. Dies berichtet das britische Branchenblatt “Revolution“. Aktuell wird an dem Markenauftritt des Brauseherstellers noch gebaut, Ende Dezember soll die Attraktion dann ihre Pforten öffnen - unter anderem mit einen Flugzeugspiel, das dem “Red Bull Air Race” nachempfunden ist (Foto). Ebenfalls gegen Ende des Monats, laut Medienberichten zwischen dem 15. und 20. Dezember, soll auch die öffentliche Testphase für “Playstation Home” beginnen (bartlspielt.de vom 1. Dezember 2008).
Red Bull wäre der erste Hersteller, der in dem seit langem angekündigten Angebot wirbt. Sony selbst gibt sich laut “Revolution” verschlossen und verweist auf einen späteren Zeitpunkt, an dem man die Werbekooperationen bekanntgeben will. Gesprächiger gegenüber dem Magazin zeigte sich John Beasley, der Marketing Manager von Red Bull UK: “Home” sei eine Möglichkeit, unvergessliche und reichhaltige Inhalte zu schaffen. Mit diesen Inhalten wolle Red Bull, wie auch in der realen Welt, den Menschen die Interaktion mit der Marke ermöglichen und für ein Erlebnis sorgen. Für Marken sei “Home” ein gutes Umfeld, einen ersten Schritt in Richtung Gaming-Branche zu unternehmen.

Sonys virtuelle Welt für die Playstation 3, “Playstation Home“, soll sich noch vor Ende des Jahres öffnen. Dies berichten Branchenseiten in Bezug auf diverse Sony-Mitarbeiter (u.a. “Giga.de“). Zwischen dem 15. und 20. Dezember werde die offene Testphase starten und alle volljährigen Nutzern der PS3 willkommen heißen. Der Grund für die Altersbeschränkung: Der Schimpfwortfilter ist in der Beta-Phase deaktiviert.
Neu in der kommenden Test-Etappe ist ein Wettersystem, das in der “Home”-Welt verschiedene Wetterverhältnisse simulieren kann, darunter Schnee, Regen und Sonne. Wer in Spielen kräftig Trophäen abräumt, bekommt dafür bei “Home” Beträge in einer virtuellen Währung gutgeschrieben - ebenfalls eine Neuerung in der kommenden Version. Einen Eindruck von “Playstation Home” vermitteln die US-Seite der Playstation, ganz besonders aber die japanische Ausgabe (trotz der Sprache).
Der Start von Playstation Home wurde mehrfach verschoben - eigentlich sollte die Parallelwelt schon vor einem Jahr ihre Pforten öffnen. Aktuell befindet sich das Projekt noch in einer geschlossenen Beta-Phase, für die man eine Einladung benötigt (bartlspielt.de vom 22. April 2008) (Christian Lohmüller).
Auch in der virtuellen Welt werden Zeitungen dicht gemacht. Die Axel Springer AG hat “The AvaStar” (Foto) eingemottet - eine PDF-basierte Zeitung, die sich seit Dezember 2006 mit der virtuellen Welt von “Second Life” (SL) beschäftigte (kress.de vom 14. Dezember 2006). Springer trommelte anfangs damit, mit Zehntausenden Lesern die Nummer eins unter den Boulevardblättern im Metaversum zu sein. Der Verlag sah die PDF-Zeitung als Experiment mit von Nutzern generierten Inhalten in einer virtuellen Welt. Doch der Hype um “SL” ist lange vorbei. Mitte Oktober 2008 erschien die letzte Ausgabe von “The AvaStar”: Die Zeitung habe nun ihre virtuelle Mission vollendet, heißt es in einem Abschiedsbrief der Redaktionsleiter Regis Braathens und Leider Stepanov an die Leser.
Braathens und Leider sollen in der ganz realen Springer-Welt in anderen Bild-Digital-Projekten unterkommen. Wer noch nie von “The Avastar” gehört hat, muss sich beeilen: Auch den Webseiten “The-Avastar.com” und “AvaStar.de” wird bald der Stecker gezogen - zum Abschied gibt´s für Nostalgiker nochmal die besten Geschichten und Bilder der letzten 22 Monate.
Google zieht bei seiner virtuellen Welt “Lively” Ende des Jahres den Stecker - nach nicht einmal fünf Monaten im Netz (bartlspielt vom 9. Juli 2008). Wie bei “Second Life” konnte man sich bei “Lively” in dreidimensionalen Räumen bewegen. Dazu kreierte man einen virtuellen Stellvertreter - Avatar genannt -, mit dessen Hilfe man sich dann in der virtuellen Welt mit anderen Nutzern austauschen konnte. Künftig will sich Google auf die Kerngeschäfte Suche, Werbung und Anwendungen (Apps) konzentrieren, so die Begründung des Unternehmens in dem Blog-Eintrag mit dem Titel “Lively no more” (”nicht mehr lebendig”). Die Mitglieder des “Lively”-Teams kommen ab Januar in anderen Projekten unter.